Eine Weile mustert der alte Elf den schlafenden Zauberer zufrieden. Stolz erfüllt ihn ob der Weisheit des Magiers seines Volkes als er in der schwärze der Nacht die Dolche in Tirions Händen sieht. Ennoraths Nachtauge durchforstet den Raum während er Leise über die Teppiche schreitet. Er schmunzelt als er die Nachricht von sich findet und lächelt ob Tirions augenscheinlichem Wohlbefinden und seiner Rückkehr aus der alten Welt.
Eine Weile sitzt er Still in dem Ohrensessel und döst auch ein wenig.
Als die Sonne über den Horizont gekrochen ist, zündet er sich seine Pfeife an und sagt: "Schön dich Gesund wieder zu sehen mein Freund!"
Mit den ersten Sonnenstrahlen glimmen erneut die Energiewälle am Fenster und um das Bett auf und das Flammenschild ebenfalls. Es scheint so als hätten sich die Zauber zum Sonnenaufgang erneuert.
Als Ennorath beginnt zu sprechen zuckt Tirions Körper zusammen. Von einem Augenblick zum Anderen schlägt Tirion seine Augen auf, die Bettdecke zur Seite und hockt in einer Angriffstellung auf dem Bett, die Dolche und Schlagringe erhoben. In der Bewegung zischt Tirion ein Wort und aus beiden Dolchen bricht Feuer hervor, welches sich um die Klingen legt. Als er seinen alten Freund erkennt entspannt sich der Magus und die Dolche hören auf zu brennen.
"Schönen guten Morgen Ennorath. Du hast mich ganz schön erschreckt! Erstaunlicherweise bist Du der Einzige, den ich nie bermerke. Schon als wir auf der letzten Reise zusammen waren warst, Du nachts an meiner Schlafstadt und ich habe Dich nicht bemerkt."
Seine Hände formen kurze Gesten und die Energiewälle und das Flammenschild verschwinden. Tirion erhebt sich von seinem Bett und geht auf seinen Elfenfreund zu um ihn wie gewohnt zu begrüßen.
"Es ist auch schön Dich gesund wieder zu sehen."
"ja! Wie war die reise in meine heimat welt?"
"Erschütternd tirfft es glaube ich am Besten"
Tirion wendet sich ab und geht zu der Truhe am Bettende hinüber.
"Wenn Du was trinken möchtest, der Wein und auch Wasser steht auf den Tisch. Bier müsste ich auch noch haben. Du kannst Dir auch gerne eine Wasserpfeife stopfen"
Grinsend öffnet er die Truhe und holt seine bekannte schwarze Unterkleidung und die rote Robe hervor.
"Ja wie war es? Anstrengend, ich habe kaum geschlafen, wurde mehrere Mal angeschossen und habe bis fast zur Erschöfung gegen Skaven gekämpft. Eigentlich ein schönes Land, nur halt vom Krieg dermaßen zerrüttet, dass das ganze Land krank ist. Zwerge, Elfen, Menschen, besonders die Menschen und die Natur es ist dort alles so... entartet.
Ich habe Deinen Rat berücksichtigt und mich von den Wäldern fern gehalten. Dafür war ich öfters im Unterreich."
Eine steinerne Wasserschale füllt sich mit warmen Wasser als Tirion seine Kleidung hinüberträgt.
"Doch bitte erkläre mir, warum sollte ich mich von den Wäldern fern halten. Sie sollten doch wesentlich angenehmer sein als die Höhlen der Zwerge, die Rattenlöcher der Skaven, und die vor fanatischem Wahnsinn stinkenden Städte der Menschen?"
Mit ein paar flüssigen Bewegungen streift Tirion den schwarzen Seidenstoff ab und beginnt sich zu waschen, während er neugierig auf Ennorath Antwort wartet.
"Nun, gegen Rattenwaffen und Zwergenfallen kann ich Dir auch keine Hilfe sein wenn es mir vergönnt sei in die alte Welt zu reisen. Nur mein Rat Dich von den Wäldern fern zu halten, um dich zu schützen dies konnte dir eine Hilfe sein.",antwortet der alte Elf.
"Siehe, die Wälder der alten Welt sehen für viele alle gleich aus. Uch gibt es keine Schilder die die gefährlichen, die ungefährlichen und die verbotenen von einander zu unterscheiden helfen. Doch die Verbotenen sind die vor denen ich dich warnte, denn darüber allein habe ich sicheres Wissen!
Ein Schritt in verbotenes Terretorium ist sofort tötlich.
Rattenwesen und Zwergenfallen kan man rechtzeitig kommen hören....Die Wegewächter der alten Welt und Wälder aber nicht!"
Ennorath schaut verträumt in die Glut seiner Pfeife!
Nach einem langen Augenblick fährt er fort:"Aber was solls,..dein Weg führte dich ja in den Fels und nicht in das Grün!"
Als Ennorath endet hat Tirion bereits wieder seine schwarze Untergewandung an und schiebt gerade einen kleinen Dolch in die Unterarmschine.
"Wegewächte hm? Interessant. Über die Wälder solltest Du mir mehr erzählen. Klingt spannend. Gefährlich, tödlich aber dennoch sehr spannend. Leider muss ich sagen, dass mich der Weg in den Fels führte. Ich bin für Angrak und den Orden mitgegangen. Ich mag Verließe, Unerirdische Gewölbe und dergleichen nicht. Man kann sich dort schwerer tarnen und den Feind auch nur schwer umgehen."
Die rote Robe wird von dem jungen Elfen hin und hergewirbelt bis sie endlich richtig sitzt. Während er den Komponentengürtel und die Schwerter anlegt fährt er fort.
"Wo war ich? Ach ja Gewölbe..... lieber Wälder, aber das sagte ich schon oder? Falls wir Beide mal Zeit haben könntest Du mir die Wälder mal zeigen und mich lehren, damit ich weis was verboten, gefährlich und ungefährlich ist. Solcherlei Wissen kann nie schaden."
Nachdem alles so sitzt wie Tirion es wünscht, bedeutet dieser seinem alten Freund kurz inne zu halten.
In diesem Moment wallt starke Magie im Raum auf, sie scheint aus Tirion zu strömen, sich um ihn zu Formen und fast greifbar zu sein. Mit leichten fließenden Bewegungen gleiten seine Hände durch die Luft und leiten die Magie, während seinen Mund Worte der Macht verlassen. Einige in der Sprache der Elfen einige in der der Menschen. Die Worte in Sindarin, der Elfensprache, gesprochen scheinen die meiste Kraft zu besitzen.
Die ganze Szenerie ist nach kurzen Augenblicken vorbei und der Großmeister nickt zufrieden.
"Verzeih bitte, aber so fühle ich mich nicht ganz so "nackt" und bin entspannter. Also wie wäre es, würdest Du mich mitnehmen?"
"wohin? in die Wälder? ...ja sehr gerne..eigentlich bin ich gekommen umdich dorthin zu geleiten wohin Eljisijahs Hilferuf uns hinbeordert!",der Elf grinst schelmisch!
Tirion seufzt gespielt.
"Du kannst immer nur an die Arbeit denken. Ich dachte wir machen eine romantische Wanderung durch die Wälder der alten Welt? Aber gut ich begleite Dich auch gerne nach Aureijahr."
Der Elf lacht herzlich auf.
"wenn Du auf der Reise Schutz, magische Unterstützung oder "sonstige Dienste" von mir brauchst, dann frage mich ruhig. Ich helfe Dir immer gern."
"leider ist die alte Welt für mich die letzten hundert Jahre unzugänglich gewesen, aber ich halte mich auf dem laufenden!", der Elf lächelt gespielt.
"Und die Eile ist nicht unbegründet...einem Hilferuf meiner Schülerin folge ich schnell!"
"Übrigens...hast Du evtl noch eine dieser kleinen Schatullen übrig? diese aus Leder oder Holz?"
Verwirrung breitet sich auf Tirions Gesicht aus.
"Warum war Deine alte Heimat für Dich unzugänglich? Wurdest Du von dort verbannt oder sowas in der Art?
Eljisia ist Deine Schülerin?
Hmmm... und eine Frage muss ich Dir noch stellen. Was meinst Du mit "Schatulle?""